Draußen

nach Offenbarung 6, 14

Kaufen
Die Beine lässig auf’m Tisch,
ein volles Weinglas in der Hand.
Nicht ein Spiegel an der Wand.
Sein Lachen krümmt den kalten Raum.
Draußen steht ein hoher Zaun.
Mene, mene, tekel upharsin.
Komm zurück, das ist doch Wahnsinn.
Mene, mene, tekel upharsin.
Von draußen kommt, was du nicht willst.
Das Elternding ist vorbei.
Kein Ja, kein Nein, kein Bild, nur Zorn.
Mutters Mund ist zugefrorn.
Des Vaters Herz zerbricht am Grund.
Draußen bellt ein scharfer Hund.
Mene, mene, tekel upharsin.
Komm zurück, das ist doch Wahnsinn.
Mene, mene, tekel upharsin.
Von draußen kommt, was du nicht willst.
Die dunkle Seele verliert
ihr makelloses Etikett.
Sein Gewissen ein Skelett.
Für Mitgefühl und Rücksicht blind.
Draußen friert ein kleines Kind.
Mene, mene, tekel upharsin.
Komm zurück, das ist doch Wahnsinn.
Mene, mene, tekel upharsin.
Von draußen kommt, was du nicht willst.
Kein Mensch vermag zu verstehn,
welch Geist ihn momentan diktiert.
Meint, es sei doch nichts passiert.
Der Weg zurück kein’n Lohn verspricht.
Draußen still der Himmel bricht.
Mene, mene, tekel upharsin.
Komm zurück, das ist doch Wahnsinn.
Mene, mene, tekel upharsin.
Von draußen kommt, was du nicht willst.
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