An manchen Tagen tut mir alles weh,
dann ist mein Jetzt die reinste Odyssee.
Ist das lebenswert, von Schmerzen verzehrt?
Vater, kann ich jetzt endlich geh’n,
die Augen schließen, um zu seh’n?
Bitte komm! Keiner hält mich ab.
Es ist schon spät, so kurz vor knapp.
Wenn Angst mein Innerstes nach außen kehrt
und blanker Horror in den Wahnsinn zerrt,
dann ersehne ich die Heimkehr gänzlich.
Vater, kann ich jetzt endlich geh’n,
die Augen schließen, um zu seh’n?
Bitte komm! Keiner hält mich ab.
Es ist schon spät, so kurz vor knapp.
Schon abends frag ich: Was wird morgen sein?
In meine Seele brechen Sorgen ein,
rauben allen Mut, gefrieren mein Blut.
Vater, kann ich jetzt endlich geh’n,
die Augen schließen, um zu seh’n?
Bitte komm! Keiner hält mich ab.
Es ist schon spät, so kurz vor knapp.
In schweren Stunden sich der Schatten regt,
und meine Welt mit Traurigkeit belegt.
Tränen trocknen nicht, wenn Hoffnung zerbricht.
Vater, kann ich jetzt endlich geh’n,
die Augen schließen, um zu seh’n?
Bitte komm! Keiner hält mich ab.
Es ist schon spät, so kurz vor knapp.
Ich sehe dein Leid, aber ist das Leben?
Lass mich dir im Hier eine Zukunft geben.
Versteh doch das Wort, das da heißt Vertrauen!
Dann kann ich mein Reich endlich mit dir bauen.
Vater, du stehst vor meiner Tür.
Du kommst zu mir, hab Dank dafür.
Bitte bleib! Fahre nicht mehr ab.
Mein Leben hier ist sonst zu knapp.