Das Meer in meinen Augen
dehnt sich uferlos aus.
Ich blicke nicht mehr durch,
sehe nur noch Schemen.
Das Loch in meiner Seele
senkt sich bodenlos ab.
Ich stürze ohne Halt
in den schwarzen Abgrund.
Ich lebe schon zu lange
unter deiner Knechtschaft.
Zu Bitternis und Hader
zwingt mich deine Herrschaft.
Ich renne, kämpfe, schreie.
Bist du denn unendlich?
Die Wand vor meinem Herzen
zieht sich grenzenlos hin.
Ich lasse nichts hindurch,
suche einsam Lücken.
Ich lebe schon zu lange
unter deiner Knechtschaft.
Zu Bitternis und Hader
zwingt mich deine Herrschaft.
Ich renne, kämpfe, schreie.
Bist du denn unendlich?
Das Meer austrocknen,
du bist nicht uferlos.
Das Loch auffüllen,
du bist nicht bodenlos.
Die Wand aufbrechen,
du bist nicht grenzenlos.
Ich lebe schon zu lange
unter deiner Knechtschaft.
Zu Bitternis und Hader
zwingt mich deine Herrschaft.
Ich renne, kämpfe, schreie.
Bist du denn unendlich?
Ich frage mich schon lange:
Was passiert im Aufblick
zu Gott, der ist unendlich,
wohl mit deiner Herrschaft?
Nein, du bist nicht unendlich.
Komm ins Licht, stirb endlich.