Der Ruf

nach Römer 4, 17

Kaufen
In zerschlissenen Hosen
rennst du durch die Strassen.
Baust dir Trutzburgen aus Sand,
rettest Käfer vom Rand.
Auf entlegene Sterne
fährst du mit dem Fahrrad.
Du bist Raumfahrer in spe,
Abenteurer per se.
Doch irgendwann,
du weißt nicht wann,
ruft Papa dann:
Kind komm bald herein.
Es ist Zeit, komm heim!
Der Himmel leuchtet,
die Nacht erbeutet.
Weine nicht mein Kind,
es ist nicht zu früh.
Dein Schmerz ist meiner,
mein Trost ist deiner.
Du bist eine Prinzessin,
herrschst in zarter Güte
über Puppe, Ball und Schloss,
schaukelst haushoch zu Ross.
Dein Zuhaus’ ist der Himmel,
träumst auf Regenbögen,
dass dein Prinz bald zu dir kommt,
tanzend auf’m Horizont.
Doch irgendwann,
du weißt nicht wann,
ruft Papa dann:
Kind komm bald herein.
Es ist Zeit, komm heim!
Der Himmel leuchtet,
die Nacht erbeutet.
Weine nicht mein Kind,
es ist nicht zu früh.
Dein Schmerz ist meiner,
mein Trost ist deiner.
Kurz vor dem Schlafengehen
kannst du im Rückblick sehen,
wie herrlich dein Tag war,
strahlst Glück aus wie’n Pulsar.
Dann ist der Kampf verloren,
Müdigkeit ist beschworen.
Dein letzter Gedanke
gilt Papa, hauchst: Danke!
Und irgendwann,
du weißt schon wann,
ruft Papa dann:
Kind jetzt steh schon auf.
Es ist Zeit, wach auf!
Dein Leben wartet,
der Morgen startet.
Freue dich mein Kind!
Wiege dich im Wind
und lass dich tragen
zu neuen Tagen.
© Copyright 2021 - 2026 by Christian Müller
Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Musik, sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten, Christian Müller.