Schmetterlingsflügel schlagen
in Agonie beim Aufprall.
Blütenblätter beklagen
zertretene Geschwister.
Schneeflocken Tränen tragen
in Eiskristall gefangen.
Ich lebe lieber leiser.
Lärm ist ein Tranquilizer:
macht uns ganz taub für’s Leiden.
Dabei darf es nicht bleiben.
Begegne Leid mit Stille
und warte auf das Rauschen.
Seufzende Lippen schweigen
aus Angst vor dem Vergessen.
Schwache Beine nicht steigen
den Weg hinab zum Marktplatz.
Kraftlose Hände zeigen
auf Bilder alter Tage.
Ich lebe lieber leiser.
Lärm ist ein Tranquilizer:
macht uns ganz taub für’s Leiden.
Dabei darf es nicht bleiben.
Begegne Leid mit Stille
und warte auf das Rauschen.
Herzklopfen spielt in Schleife
die immer gleiche Leier.
Spüre wie mich Gedanken
der Dissonanz verklagen.
Bitter erkennt die Seele,
dass es nicht reicht zum Leben.
Ich lebe lieber leiser.
Lärm ist ein Tranquilizer:
macht uns ganz taub für’s Leiden.
Dabei darf es nicht bleiben.
Begegne Leid mit Stille
und warte auf das Rauschen.
Ich lebe lieber leise.
Leidende geh’n im Kreise.
Weder in Sturm noch Beben
noch Feuer ist das Leben.
Die Seele findet Heilung
im leisen sanften Rauschen.